Letzten Mittwoch gab es die neuesten Quartalszahlen von Microsoft und Meta. Da beide Unternehmen in meinem Depot hoch gewichtet sind, schaue ich natürlich immer ganz genau hin. Ich werde euch kurz die wichtigsten Kennzahlen erläutern und meine Gründe nennen, warum ich beide Unternehmen nach den Zahlen nachgekauft habe. Und auch Mastercard hat seine Zahlen veröffentlicht und auch hier habe ich ein wenig nachgekauft.

Microsoft wächst weiterhin zweistellig, aber enttäuscht leicht im Cloud-Bereich
Im zweiten Finanzquartal 2025, das am 31. Dezember 2024 endete, verzeichnete Microsoft einen Umsatz von 69,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 12 % im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Der Nettogewinn des Unternehmens betrug 24,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 10 %, mit einem Gewinn pro Aktie von 3,23 US-Dollar. Besonders hervorzuheben ist das starke Wachstum in der Microsoft Cloud-Sparte, die einen Umsatz von 40,9 Milliarden US-Dollar erzielte, 21 % mehr als im Vorjahr. Azure, als Teil dieser Sparte, wuchs um beeindruckende 31 % und erreichte einen Umsatz von 25,5 Milliarden US-Dollar.
Microsoft 365 zeigte ebenfalls eine starke Performance mit einem Umsatz von 29,4 Milliarden US-Dollar und 86,3 Millionen Abonnenten im Privatkundenbereich. Die Sparte „More Personal Computing“ erreichte einen Umsatz von 14,7 Milliarden US-Dollar, obwohl der Umsatz im Gaming-Segment um 7 % zurückging. Ein Lichtblick war hier das Wachstum des Xbox Game Pass um 2 %. Ein weiteres bemerkenswertes Highlight war das KI-Geschäft von Microsoft, das einen Jahresumsatz von 13 Milliarden US-Dollar erzielte, was einer beeindruckenden Steigerung von 175 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Microsoft ein starkes Quartal mit signifikanten Zuwächsen in den Bereichen Cloud, KI und Microsoft 365 verzeichnete, auch wenn es in einigen Bereichen wie Gaming Herausforderungen gab. Trotz dieser positiven Entwicklungen fiel der Aktienkurs von Microsoft nach der Bekanntgabe der Zahlen um etwa 5 %. Analysten wie Goldman Sachs und Jefferies blieben jedoch optimistisch und bestätigten ihre Kursziele von 500 bzw. 550 US-Dollar.
Mein Fazit: Microsoft bleibt für mich weiterhin ein Kauf
In meinen Augen hat Microsoft wieder einmal geliefert, wie man es von Microsoft gewohnt ist. Microsoft hat nur im Bereich Cloud leicht enttäuscht, was für mich bei den restlichen starken Zahlen zu verkraften war, daher hielt ich den etwas stärkeren Kursrückgang für übertrieben und habe die Gelegenheit genutzt und weitere 5 Microsoft Aktien nachgekauft. Insgesamt befinden sich nun 60 Microsoft Aktien mit einem Verkaufswert von 24.039,00 € in meinem Depot. Damit ist Microsoft meine größte Position im Depot.

Durch den Nachkauf verschlechtert sich zwar mein EK auf nunmehr 202,11 € pro Aktie, da ich aber bis zum Jahresende mit einem neuen Allzeithoch rechne, sollte sich diese Investition sicherlich lohnen. Durch den Nachkauf erhöht sich meine Investition in Microsoft auf 12.126,58 € (Perfomance: +98,23% entspricht 11.912,42 €). Für meine 60 Microsoft-Aktien erhalte ich heute 182,40 € Dividende pro Jahr. Ich gehe davon aus, dass Microsoft auch in den nächsten Jahren die Dividende um mindestens 10% erhöhen wird.

Meta kann alle Marktwertwartungen übertreffen
Im Gegensatz zu Microsoft konnte der CEO von Meta, Marc Zuckerberg, voll überzeugen und mit seinem Unternehmen alle Erwartungen übertreffen. Im vierten Quartal 2024 konnte Meta einen beeindruckenden Umsatz von 48,4 Milliarden US-Dollar verzeichnen, was einem Anstieg von 21 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Gewinn pro Aktie lag bei 8,02 US-Dollar, deutlich höher als die prognostizierten 6,77 US-Dollar. Der Nettogewinn stieg um 49 % und erreichte 20,8 Milliarden US-Dollar. Besonders erfreulich ist das Wachstum der täglich aktiven Nutzer, das auf 3,35 Milliarden angestiegen ist. Trotz hoher Investitionen in Technologien wie Virtual Reality und Künstliche Intelligenz bleibt das Werbegeschäft sehr erfolgreich und generiert 46,8 Milliarden US-Dollar, was 97 % des Gesamtumsatzes ausmacht.
Die Sparte Reality Labs erzielte einen Umsatz von 1,1 Milliarden US-Dollar, verzeichnete jedoch operative Verluste von 5 Milliarden US-Dollar. Marc Zuckerberg sieht weiterhin großes Potenzial im Bereich der KI-Infrastruktur und will in diesem Jahr 60 bis 65 Milliarden US-Dollar in diesen Bereich investieren. Die Aktie stieg nachbörslich um 3%.
Mein Fazit: Meta wird weiterhin stark wachsen
Insgesamt bin ich mit den Meta Zahlen im letzten Quartal sehr zufrieden und blicke weiterhin sehr optimistisch in die Zukunft. Das durchschnittliche KGV der letzten 3 Jahre lag bei 22 und steht durch den starken Kursanstiegen der letzten Monaten nun bei knapp 29, was die Aktie im ersten Moment für teuer erscheinen lässt, allerdings empfinde ich die Aktie durch die sehr starken Quartalszahlen und den diesjährigen Ausblicken für nicht zu teuer, um meinen Bestand weiter aufzustocken. Meta ist nicht mehr das Unternehmen von vor 3 Jahren und hat sich breiter, effizienter und deutlich stärker aufgestellt, daher empfinde ich den Anstieg des KGVs für gerecht fertig. Mein persönliches Kursziel bis Mitte/Ende 2026 wird durch die Zahlen bestätigt und bleibt bei 1000,00 € pro Aktie.

Durch meinen kleinen Nachkauf von 2 Aktien besitze ich nun insgesamt 22 Meta-Aktien. Mein EK beträgt nun 488,26 € pro Aktie. Insgesamt habe ich 10.741,65 € investiert, der aktuelle Verkaufswert beträgt nun 14.606,90 € (+35,98%).

Mastercard kann erneut überzeugen
Im vierten Quartal 2024 konnte Mastercar einen Nettoumsatz von 7,49 Milliarden US-Dollar verzeichnen, was einem Anstieg von 16 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Brutto-Dollar-Volumen, also der Gesamtwert aller über meine Plattform abgewickelten Transaktionen, stieg um 12 % auf 2,6 Billionen US-Dollar. Der Nettogewinn erreichte 3,34 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von fast 20 % entspricht. Der bereinigte Gewinn pro Aktie betrug 3,64 US-Dollar, was einem Anstieg von 23 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Betriebskosten erhöhten sich um 12 % auf 3,551 Milliarden US-Dollar, was jedoch durch die gestiegenen Einnahmen ausgeglichen wurde. Die operative Marge verbesserte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 52,6 %. Die Aktie reagierte positiv auf die Quartalszahlen und stieg um fast vier Prozentpunkte an. Diese Ergebnisse spiegeln eine robuste Verbrauchernachfrage wider, insbesondere in den USA, und unterstreichen das Vertrauen der Anleger in Mastercard.
Auch die Zahlen von Mastercard waren sehr gut und haben mich überzeugt. Gerade die Aussagen von CFO Sachin Mehra im Conference Call nach den Quartalszahlen haben mich in meiner Nachkaufentscheidung bestärkt.
CFO Sachin Mehra blickt positiv in die Zukunft
Mastercard-CFO Sachin Mehra betonte in seiner Stellungnahme zur Quartalsberichterstattung des vierten Quartals 2024, dass die starke Leistung auf die Konsistenz und die langfristige Strategie des Unternehmens zurückzuführen sei. Mehra hob hervor, dass die Investitionen in verschiedene Geschäftsbereiche und Technologien die Werte, die Mastercard seinen Kunden und der breiteren Wirtschaft bieten kann, gestärkt haben. Er erklärte, dass das Unternehmen weiterhin daran arbeitet, die Kundenerfahrung zu verbessern, indem es die Sicherheit und Einfachheit von Zahlungen durch Maßnahmen wie Tokenisierung, Passwörter und Biometrie erhöht. Er erwähnte, dass im Jahr 2024 etwa 4 Milliarden Transaktionen pro Monat tokenisiert wurden, was einen großen Fortschritt im Vergleich zu einem Jahrzehnt zuvor darstellt.
Zudem betonte er auch die Bedeutung von kommerziellen Zahlungen und die Notwendigkeit, innovative Lösungen wie virtuelle Karten zu entwickeln, die sichere und einfache Zahlungen zwischen Unternehmen ermöglichen. Er fügte hinzu, dass die wertsteigernden Dienstleistungen und Lösungen von Mastercard, wie Datenanalyse, Betrugsschutz, Treueprogramme und digitale Identität, integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie sind.
Zusammengefasst betonte der Mastercar CFO, dass die Ergebnisse ein Zeichen für die starke Verbrauchernachfrage und das Vertrauen der Anleger in Mastercard sind und dass das Unternehmen gut auf die Zukunft vorbereitet ist.

Durch meinen Nachkauf besitze ich nun 15 Mastercard Aktien. Pro Aktie habe ich 454,29 € bezahlt. Meine investierte Summe liegt damit bei 6.814,33 €. Langfristig möchte ich 10.000 € in Mastercard investieren.
Mein Fazit: Teuer, aber langfristig sehr aussichtsreich
Die Aktie von Mastercard ist derzeit alles andere als fair bewertet, aber ich denke, dass sich mein kleiner Nachkauf aufgrund der starken Zahlen und des sehr positiven Ausblicks langfristig auszahlen wird. Mastercard bildet zusammen mit Visa ein weltweites Duopol und verfügt über Nettomargen, von denen andere Unternehmen nur träumen können. Zudem verfügt Mastercard über eine starke Bilanz und befindet sich im Megatrend des bargeldlosen Bezahlens.